Erodieren bei GeVoTec
Das Erodieren gehört zu den modernsten Fertigungsverfahren der metallverarbeitenden Industrie. Bei GeVoTec in Berlin kommt diese elektrisch arbeitende Technologie überall dort zum Einsatz, wo mechanisch arbeitende Verfahren wie Fräsen an ihre Grenze stoßen.
Besonders bei extrem harten und schwer zerspanbaren Materialien ermöglicht das Erodieren eine hochpräzise Bearbeitung mit engen Toleranzen, exzellenter Oberflächengüte und maximaler Genauigkeit.
Als traditionsreicher CNC Spezialist setzt GeVoTec auf moderne Erodiermaschinen, langjährige Erfahrung und ein tiefes Prozessverständnis. So entstehen Bauteile, Werkzeuge und Formen mit komplexen Geometrien, feinen Konturen und reproduzierbarer Qualität.
Was ist Erodieren und wie funktioniert es
Beim Erodieren handelt es sich um ein elektrisches Fertigungsverfahren, das auch als Funkenerosion oder EDM bezeichnet wird. Der Materialabtrag erfolgt nicht mechanisch, sondern durch elektrische Entladungen zwischen Werkzeug und Werkstück. Dabei wird Material lokal thermisch aufgeschmolzen und feinste Partikel verdampfen, die anschließend abgetragen werden.
Zwischen Elektrode und Werkstück befindet sich ein sogenanntes Dielektrikum, meist eine spezielle Flüssigkeit. Dieses isoliert den Prozess, steuert die Entladung und transportiert die abgetragenen Partikel ab. Wichtig ist, dass Werkstücke aus elektrisch leitfähigen Materialien bestehen. Nichtleitende Werkstoffe lassen sich mit diesem Verfahren nicht bearbeiten.
Beim Erodieren besteht zu keinem Zeitpunkt mechanischer Kontakt zwischen Werkzeug und Werkstück. Genau das macht das Verfahren so wertvoll für filigrane Strukturen, komplexe Formen und gehärtete Stähle.
Vorteile des Erodierens
Das Erodieren ermöglicht eine Vielzahl technischer Vorteile, die in der modernen Fertigung entscheidend sind:
Hohe Präzision bei kleinsten mm Bereichen
Enge Toleranzen auch bei komplexen Konturen
Keine mechanische Belastung des Werkstücks
Bearbeitung von harten Werkstoffen wie Hartmetall, Titan oder gehärtetem Stahl
Hervorragende Oberfläche ohne Gratbildung
Ideal für Formenbau und Werkzeug
Perfekt für filigrane Schnitte, Bohrung und Innengeometrien
Erodieren eignet sich besonders zur Herstellung von Bauteilen, bei denen höchste Maßhaltigkeit und reproduzierbare Qualität gefordert sind.
Einsatzbereiche des Erodierens
Das Verfahren kommt überall dort zum Einsatz, wo klassische mechanisch bearbeitende Methoden an ihre Grenzen stoßen. Typische Anwendung findet das Erodieren bei:
- Präzisionsbauteilen mit komplexen Innenkonturen
- Werkzeugen mit hoher Standzeit
- Formen für Spritzguss und Umformtechnik
- Bauteilen aus schwer zerspanbaren Materialien
Gerade im Werkzeug- und Formenbau ist das Erodieren ein unverzichtbares Verfahren zum Einsatz, um reproduzierbare Ergebnisse mit höchster Präzision zu erzielen.
Anwendungsbereiche und Branchen
Das Erodierverfahren ist aus vielen Industrien nicht mehr wegzudenken. Zu den wichtigsten Branchen zählen:
- Maschinenbau
- Medizintechnik
- Automobilindustrie
- Luft- und Raumfahrt
- Werkzeug- und Formenbau
- Feinmechanik und Prototypenbau
In der Luft- und Raumfahrt werden häufig Titan und spezielle Metalllegierungen eingesetzt, die sich mechanisch nur schwer bearbeiten lassen. Hier spielt die Drahterosion ihre Stärken voll aus.
Welche Erodierverfahren gibt es
Es gibt verschiedene Arten des Erodierens, die zum Einsatz kommen können.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Verfahren, die bei GeVoTec je nach Anforderung zum Einsatz kommen, das Senkerodieren und das Drahterodieren. Zusätzlich gibt es noch die zwei ergänzenden Verfahren des Bohrerodierens und des Scheibenerodierens.
Senkerodieren
Beim Senkerodieren oder auch Senkerosion wird eine Elektrode aus Kupfer oder Graphit exakt in die gewünschte Negativform gebracht. Diese Elektrode wird an das Werkstück herangeführt, bis kontrollierte elektrische Entladungen entstehen.
Beim Senkerodieren lassen sich tiefe Kavitäten, komplexe Formen und präzise Innengeometrien erzeugen. Das Verfahren eignet sich hervorragend für den Formenbau, für Prägewerkzeuge und Spritzgussformen.
Typische Vorteile:
- Komplexe dreidimensionale Geometrien
- Sehr gute Oberflächengüte
- Ideal für gehärteten Stählen und harte Werkstoffe
Drahterodieren
Drahterodieren und Senkerodieren unterscheiden sich vor allem im Werkzeug. Beim Drahterodieren dient ein kontinuierlich geführter Draht aus Messing oder beschichtetem Kupfer als Elektrode.
Der Draht wird zwischen Ober- und Unterseite des Werkstücks gespannt und ermöglicht extrem präzise Schnitte. Beim Drahterodieren lassen sich feinste Konturen mit höchster Genauigkeit herstellen.
Typische Anwendungen:
- Schneiden komplexer Außenkonturen
- Hochpräzise Bauteile mit engen Toleranzen
- Drahterosion für filigrane Formen
Bohrerodieren
Das Bohrerodieren eignet sich besonders zur Herstellung sehr kleiner und tiefer Bohrung mit hohem Längen-Durchmesser-Verhältnis. Beim Erodieren kommen hier rotierende Elektroden zum Einsatz, um Startlöcher für das Drahterodieren oder funktionale Bohrungen zu erzeugen.
Gerade bei Hartmetall und gehärtetem Stahl zeigt dieses Verfahren seine Stärken.
Scheibenerodieren
Beim Scheibenerodieren erfolgt der Materialabtrag über eine rotierende Scheibenelektrode. Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn flächige Abträge mit hoher Präzision benötigt werden. Auch hier besteht kein mechanischen Kontakt, was empfindliche Werkstücke schont.
Werkstoffe zum Erodieren
Das Erodieren ist ausschließlich für leitfähige Werkstoffe geeignet. Zu den typischen leitfähigen Materialien zählen:
- Stahl und Werkzeugstahl
- Edelstahl
- Kupfer
- Messing
- Titan
- Hartmetall
- elektrisch leitfähige Sonderlegierungen
Nichtleitenden Materialien können mit diesem Verfahren nicht bearbeitet werden. Daher eignet sich Erodieren besonders für anspruchsvolle Metalle und Legierungen.
Starke Partnerschaften für höchste Qualität
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Häufige Fragen zum Erodieren
Was ist Erodieren
Erodieren ist ein elektrisches Fertigungsverfahren, bei dem Material durch elektrische Entladungen zwischen Werkzeug und Werkstück abgetragen wird. Es findet kein mechanischer Kontakt statt.
Wie funktioniert das Erodieren
Welche Materialien lassen sich erodieren
Erodieren ist nur für elektrisch leitfähige Materialien geeignet. Dazu zählen unter anderem Stahl, Titan, Kupfer, Messing und Hartmetall.
Welche Erodierverfahren gibt es
Die wichtigsten Erodierverfahren sind Senkerodieren, Drahterodieren, Bohrerodieren und Scheibenerodieren. Jedes Verfahren eignet sich für unterschiedliche Geometrien und Anwendungen.
Was ist der Unterschied zwischen Drahterodieren und Senkerodieren
Beim Drahterodieren wird ein dünner Draht als Elektrode verwendet, um präzise Schnitte zu erzeugen. Beim Senkerodieren formt eine Elektrode aus Kupfer oder Graphit komplexe Kavitäten im Werkstück.
Welche Präzision ist beim Erodieren möglich
Beim Erodieren sind sehr enge Toleranzen und eine hohe Präzision im Bereich weniger mm möglich. Das Verfahren eignet sich für hochpräzise Bauteile.
Warum eignet sich Erodieren für harte Werkstoffe
Welche Vorteile hat Erodieren gegenüber Fräsen
Wird das Werkstück beim Erodieren mechanisch belastet
Für welche Anwendungen eignet sich Erodieren besonders
Erodieren bei GeVoTec
Mit modernem Maschinenpark, erfahrenen Fachkräften und tiefem Prozessverständnis bietet GeVoTec hochpräzise Erodierverfahren für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Ob Draht- und Senkerodieren, komplexe Einzelteile oder Serienfertigung: Hier entstehen Lösungen, die technisch überzeugen und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Gerne beraten wir Sie zu Ihrem Projekt und zeigen Ihnen, wie Erodieren ermöglicht, was mit klassischen Verfahren nicht realisierbar ist.